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Bergbau-Lyrik

Viele Betroffene empfinden den saarländischen Bergbau und die Auswirkungen auf die Bevölkerung als Terror.

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DER TERROR GÉTT WÄIDER !!!
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Bündnis 90/Die Grünen
Ortsverband Völklingen

Resolution in Sachen Großkraftwerk Ensdorf

Die Völklinger Grünen lehnen den geplanten Doppelblock der RWE in Ensdorf ab!

Was geht uns in Völklingen Ensdorf an?
Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) berechnet den möglichen Ein-wirkungsbereich eines Großkraftwerkes mit dem Faktor 50-fache Kühlturmhöhe. Für Ensdorf bedeutet dies einen Einwirkungskreis mit einem Durchmesser von 16,5 Km. Die Hermann - Röchling - Höhe, Wehrden und weite Teile der Mittelstadt liegen innerhalb dieser Zone. Bei ungünstiger Witterung werden gar Teile des Warndts beeinträchtigt.

In einer Zeit, in der Klimawandel real stattfindet, ist es unverantwortlich eine technische An-lage zu installieren, die jährlich rund 8 Millionen t CO2 in die Atmosphäre freisetzen soll. Dies entspricht dem Wert von rd. 4,4 Millionen Autos mit einer durchschnittlichen Jahresfahrleis-tung von 12.000 Km. Übrigens, im Saarland sind lt. Statistischem Bundesamt rund 645.000 zugelassen.

Daneben setzt diese Anlage eine Unmenge weiterer Schadstoffe wie SO2, NOx, CO, Metal-le, Staub und Radioaktivität frei. Im Vollbetrieb werden alleine zusätzlich 700 Tonnen Staub, je 7.000 Tonnen SO2, NOx, CO und 1 Tonne hochgiftiges Quecksilber in die Umwelt gebla-sen, in eine Region, deren „Goldenes Dreieck“ -Ensdorf alt, Müllverbrennung Velsen, Kraft-werk Quierschied, unter Einschluss des Kraftwerkes Fenne- schon heute eine große Grund-last an Schadstoffen erzeugt.

Dies erklärt, warum wir im Saarland bereits heute beim Feinstaub Jahresmittelwerte haben, die doppelt so hoch sind wie die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgesetzten Grenzwerte. Es erklärt auch, warum die Delegierten des Saarländischen Ärzteverbandes sich mit einer eigenen Resolution gegen den Bau der Anlage ausgesprochen haben.

Wir fordern eine intelligentere Energiepolitik für das Saarland. Wer umweltgerechte und nachhaltige Energieerzeugung will, muss auf erneuerbare Energien wie Fotovoltaik, Wind-energie und Biomasse setzen. Aber auch auf den verstärkten Ausbau von Kraftwärmekopp-lung (KWK) und vor allem auf eine dezentrale Energieerzeugung, sprich Strom und Wärme dort zu erzeugen, wo sie gebraucht werden. Dies verhindert Leitungsverluste und schafft ein Vielfaches an Arbeitsplätzen als in Großanlagen. Energie sollte wieder von örtlichen (bzw. regional zusammengeschlossenen) Stadtwerken produziert und damit demokratisiert wer-den. Das Bundesumweltamt hat in seinen 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik und Begründun-gen im Jahr 2005 festgestellt: „ Dezentral einsetzbare Energieumwandlungstechniken erfor-dern ein wesentlich geringeres Investitionsvolumen pro installierte Gesamtleistung als her-kömmliche Kraftwerke“.

Es gibt keine Gründe, die für den Bau des Großkraftwerkes Ensdorf sprechen außer dem Wunsch eines Großkonzerns und seiner Aktionäre nach Gewinnmaximierung.

Deshalb erwarten wir von Kommunal- und Landespolitik klare Signale gegen den geplanten Bau des Großkraftwerkes, zumal der dort erzeugte Strom im Saarland gar nicht benötigt wird sondern exportiert werden muss. Für Mensch und Natur der Region würde der Bau der An-lage einen Super GAU bedeuten.
Völklingen, den 04.10.2007

Manfred Jost
Stellv. Vorsitzender
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